GSG1: Interview mit Trainer Mirco Walser

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Vieles Neues in der Grafschaft. Nicht nur die Spielgemeinschaft der Grafschafter Vereine zur Saison 2018/2019 ist neu, sondern auch der Trainer mit seinen Assistenten. Am 26.06.2018 rief Neucoach Mirco Walser die Grafschafter Kicker zum ersten Training der Vorbereitung zur neuen Saison zusammen. Nun geht es am Wochenende in der B-Klasse Ahr schon los mit dem 1. Spieltag gegen die Reserve der SG Westum/Löhndorf. Wir wollen uns nun ein Bild vom aktuellen Stand machen.

Mirco, du warst 7 Jahre Trainer bei der SG Bachem/Walporzheim. Wie fühlst du dich nun in der Grafschaft?

Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich bin mit meinem Trainer-/Betreuerstab herzlich empfangen worden und auch die Spieler waren vom ersten Tag an wissbegierig und hochmotiviert.

Wie lief die Vorbereitung, aus deiner Sicht?

Ich denke konditionell sind wir sehr weit, den Rest müssen wir uns über die Spiele holen. Taktisch ist allerdings noch einiges an Nachholbedarf, es wird sicherlich noch länger dauern bis alles passt und verinnerlicht ist. Die Jungs machen vieles durch Willen und Einsatzbereitschaft wett.

Was sollte deiner Meinung nach noch verbessert werden?

Wir müssen schneller Umschalten, das gilt für die Offensive, wie auch die Defensive. Die Jungs müssen die entstehenden Situationen auf dem Feld schneller bewerten und dann schnell reagieren, oft treffen wir hier noch die falschen Entscheidungen. In puncto Kompaktheit haben wir uns in den letzten Wochen verbessert, aber wer uns kennt weiß, das „verbessert“ nicht gut genug ist.

Wie schätzt du das Entwicklungspotenzial der Mannschaft ein?

Sollten wir die obengenannten taktischen Defizite bzw. Fehlverhalten minimieren können und uns über 90 Minuten konzentrieren, sind wir sicherlich nicht einfach zu schlagen. Wenn wir von Langzeitverletzten verschont bleiben, denke ich, dass wir einen ausgeglichenen Kader haben, wo jeder der Jungs, wenn weiter so gearbeitet wird wie bisher, auch in der Startelf stehen kann. Aber um genau zu beurteilen, wo es hingehen kann, wird es einige Spieltage dauern. Ich denke, das Zauberwort lautet „Konstanz“. Wir hatten auch Testspiele, bei denen es nicht gut lief. Wir dürfen nicht zwei komplett unterschiedliche Gesichter zeigen.

Kannst du uns etwas zum ersten Gegner am Sonntag sagen?

Der Kader der Westumer Reserve wurde durch Spieler der dritten Mannschaft und durch ehemalige Spieler der 1. Mannschaftt wie Conny Müller und Daniel Decker ergänzt und verstärkt. Besonders zu Hause in Löhndorf auf dem eigenen Platz haben die Westumer im vergangenen Jahr die nötigen Punkte für den Klassenerhalt geholt. Der große Kunstrasen in Vettelhoven kann ein Vorteil sein, aber nur wenn wir uns darüber bewusst sind, dass wir jede Woche – egal wo und egal gegen wen – am Limit spielen müssen. Ein mahnendes Beispiel in puncto Einstellung haben wir in der Vorbereitung in Burgbrohl geliefert. Aber die Jungs haben Bock und wollen den Rückenwind des knappen Erfolgs im Pokal gegen Löf mitnehmen.

Was lautet deine Zielsetzung für die Saison?

Ich denke wir müssen hier Step by Step agieren. Die Zusammenführung der Teams und Stärkung des Teamgeistes ist uns gut und überraschend schnell gelungen. Wenn wir weiter hart arbeiten, an uns und unsere Art zu spielen glauben, dann denke ich, ist einiges möglich. Aber wir sollten hier realistisch sein und ich denke, wenn wir am Ende um Platz 5 oder 6 ins Ziel kommen, ist es ein guter Start. Im kommenden Jahr können wir dann vielleicht den nächsten Schritt machen.

Vielen Dank für deine offenen Worte. Wir wünschen uns alle einen Sieg zum Auftakt am Sonntag.

Auf geht ́s Grafschaft!